Wir hatten heute die große Ehre ein Interview mit @Seipen_W_Bush zu führen.
(Es ist ja allgemein bekannt, dass wir Piraten uns nicht mit Namen, sondern mit Accounts ansprechen. Ausnahmslos.)
Wir möchten euch den interessanten Dialog zur Zukunft der Piratenpartei nicht vorenthalten:
Schnittchen.TV: Vielen Dank das Sie uns für ein Interview bereit stehen. Wie geht es Ihnen heute?
Seipen W. Bush: Zunächst einmal vielen Dank für das Interview, das schmeichelt mir – aller fehlenden Eitelkeit zum Trotze. Ich bin zudem höchst angetan davon, dass es bei den Piraten Schnitten gibt, sogar im TV. Mir geht es hervorsitzend!
Schnittchen.TV: Bitte stellen Sie sich für unsere Zuschauer kurz vor.
Seipen W. Bush: Liebe Zuschauer, zu ihnen spricht in diesem Moment die Piratenpartei. Obgleich ich zu Höherem bestimmt bin, opfere ich mich mit allem erforderlichen Einsatz für mich auf und werde erst in Zukunft als Messias für die gesamte Weltbevölkerung zur Verfügung stehen. Im Jahr 2006 hat sich die Welt gegründet, um endlich an mir zu partizipieren.
Schnittchen.TV: Sie bezeichnen sich selbst als “Ewiger Vorsitzender” und sind nun erstaunliche 20 Jahren Bundeskanzler Vorsitzender der Piratenpartei. Zu Ihren Leistungen zählen u.a. die Wiedervereinigung, Sie haben das Waldsterben gestoppt und Superman im Kickboxen besiegt. Was wollen Sie eigentlich noch erreichen?
Seipen W. Bush: Mein vornehmliches Ziel ist mein vornehmliches Ziel und da wird die Basis in jedem Fall unter mir stehen und mit dem notwendigen Applaus versorgen. Den diesjährigen Friedensnobelpreis konnte ich gerade noch abwenden, da ich zur Zeit verreist bin. Internet ist gut für alle und dafür stehe ich mit meinem Wort!
Schnittchen.TV: Sie haben im April ( Protokoll ) gegen die Anschaffung eines Batmobils gestimmt. Nun wurde bekannt, dass ein Modell des Batmobils in Serie gebaut werden soll. Würden Sie ihre Entscheidung nocheinmal überdenken?
Seipen W. Bush: Ein Batmobil bedeutet eine Aufweichung unserer Ziele und eine unverhältnismäßige Programmerweiterung. Im übrigen habe ich einen bayerischen Robin, dessen Kostüm mittlerweile allerdings spannt.
Schnittchen.TV: Uns liegen Informationen vor, wonach es einen Satire-Account gibt, der Sie gelinde gesagt etwas “veralbern” soll. Was sagen Sie zu Fake-Accounts wie z.b. @Seipenbusch?
Seipen W. Bush: Ich halte es für unverantwortlich, wie hier mit falschen Identitäten gespielt wird und plädiere für Löschen statt Sperren. Allerdings schenke ich solchen Auswüchsen einer Neidkultur eine ähnlich hohe Aufmerksamkeit, wie der Basis. Es ist wichtig, sein Volk mit Brot und Killerspielen zu beschäftigen.
Schnittchen.TV: Wird es nicht irgendwann “langweilig”, immer der Vorsitzende zu sein?
Seipen W. Bush: Würden Sie auch Gott fragen, ob er sich langweilt? Ich sehe es ganz kulinarisch: Die beste Basis eines Gerichts ist eine Farce. Und dieses farcieren ist mir ein liebgewordenes Hobby.
Schnittchen.TV: Was kommt danach? Haben Sie bereits Angebote aus der Wirtschaft erhalten? Energieversorger sollen ja gerade “in” sein. Ebenso gibt es Gerüchte, dass Sie im Gespräch als Öffentlichkeitsbeauftragter für ein Bauprojekt der Deutschen Bahn sein sollen.
Seipen W. Bush: Mein durchaus zeitgemäßer Plan für Stuttgart kann nur ein virtueller Transrapid sein. Und mit Tran kenne ich mich aus, das habe ich fast studiert. Andererseits plädiere ich für die Einführung des Amtes Vorvorstandvorvorsitzender und monatlicher Mehrheitswahlen meiner Person.
Schnittchen.TV: Wie ist eigentlich ihre Meinung zum LQFB?
Seipen W. Bush: Wissen Sie, diese Technologie ist ein ideales Werkzeug bei einer Beschäftigungstherapie. In diesem Sinne strebe ich eine Vollbeschäftigung, der gesamten Basis an. Wer beschäftigt ist, weiß den hohen Wert eines Vorsitzenden auch zu ermessen. Wichtig ist mir allerdings, dass wir durch regelmäßige, sinnvoll in die Länge gezogene Wahlen meiner Person, sämtliche Ergebnisse von LQFB einem Selbstzweck zuführen. Dieser könnte beispielsweise eine anschließende Mailinglistendiskussion, ergänzt um das Wiki sein. Im Anschluss stehe ich selbstverständlich zur Verfügung mein Programm zu schreiben.
Schnittchen.TV: Sie sind ja Mitglied im Landesverband NRW. Werden sie den nächsten Landesparteitag besuchen? Falls Ja: Haben Sie schon ein paar GO-Anträge und eine Rede vorbereitet? Gibt es bereits Interviewanfragen?
Seipen W. Bush: Ich bin ja in Münster zu Hause. Leider versäumt es die Basis mich über anstehende Termine, wie den Wahlkampf zu informieren. Deswegen bleibt es nur bei einigen kurzen, aber doch bereichernden Gastauftritten und ein wenig Applaus.
Schnittchen.TV: Beim letzten Landesparteitag haben sie an der Wahl zur Miss Wiki NRW teilgenommen. Kurz vor dem Finale haben Sie einen Rückzieher gemacht. Wieso eigentlich?
Seipen W. Bush: Dies hat persönliche Gründe auf die ich nicht eingehen möchte.
Schnittchen.TV: Auf dem Letzten Parteitag hieß es, wenn wir Sie wählen würden, hätten wir 11 Monate Ruhe, weil man bis zur nächsten Vorstandswahl nichts mehr von ihnen hört. Trifft das in Ihren Augen zu?
Seipen W. Bush: Ich mache für dieses Interview eine Ausnahme, weil anscheinend großer Bedarf herrscht an meinem Wissen teilzuhaben. Generell halte ich nichts von übereilter Hektik und weiß um die zurückgelegten Meilensteine. Aufmerksame Piraten können mich allerdings dabei beobachten, wie ich mich aufopferungsvoll von Podium zu Podium hangel und mich als Vorsitzender medienwirksam platziere.
Schnittchen.TV: Gestatten Sie mir in Anlehnung an den letzten Parteitag noch eine Frage: Was war ihr größter #Fail auf Bundesebene?
Seipen W. Bush: Das ist einfach: Der Fail ist die Bundesebene, aber für die kann ich nichts. Und vielleicht haue ich manchmal ein wenig zu sehr auf den Tisch. Meine Angriffe in Richtung Aaron und Bodo waren wohl etwas harsch und ich habe hierbei von meiner Machtposition zu sehr Gebrauch gemacht.
Schnittchen.TV: Letzte Frage: Es gab einen Vorschlag Sie als Bundespräsident zu nominieren. Halten Sie sich geeignet für diesen Job?
Seipen W. Bush: Ich weiß nicht, ob dieser Job geeignet ist für mich. Fakt ist, dass die mir angeborene Stimmenmehrheit wohl nicht hinderlich wäre in das Schloß Bellevue einzuziehen. Aber keine Sorge, ich werde meinem Amt als Parteivorsitzender auch in den nächsten Dekaden gerecht.
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Das Interview haben wir vor der Sendung aufgezeichnet.